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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Wednesday, 3. June 2020 · 08:43 Uhr
 
 
 

Qualität zeichnet sich aus

… für Bäckerfamilie Seidl gleich 16-mal

Bietet dauerhaft Qualität – und nicht nur beim Brot: das Team um Andrea und Jürgen Seidl (Foto: Öxler)

Wer machen kann, was er liebt, darf sich glücklich schätzen. Wer das lieben lernt, was er macht, ebenfalls. So oder so – die Bäckerfamilie Seidl scheint es zu sein. Diesen Eindruck jedenfalls habe ich vorletzte Woche gewonnen, als ich mir Seidl’s Café im Indersdorfer Gewerbegebiet Karpfhofen unter die Lupe genommen habe. Gut, Andrea und Jürgen Seidl hatten mich zum Vorgespräch dieses ProfiPorträts gebeten, weil sie zum wiederholten Male für ihre gute und sehr gute Brotqualität ausgezeichnet worden sind. Ein schöner Anlass, ja, aber ich habe noch mehr sehen und erfahren dürfen: Ich habe eine durch und durch gastfreundliche Familie kennengelernt. Eine Familie, die es versteht, Tradition und Zeitgeschmack so zu verbinden, dass sich ihre Gäste jeden Alters rundherum wohlfühlen. Zwar war ich zum allerersten Mal in dem vor vier Jahren gebauten Neubau, sicherlich aber nicht das letzte Mal. Ja, ich gebe es zu, die Seidls – und mit ihnen das gesamte Team – haben mich schon ein wenig beeindruckt. Na ja schwer war dies nicht: Schließlich esse ich gern, besonders gern auch gut… mag nette offene Menschen um mich… und unterhalte mich gern mit ihnen, und nicht nur übers Wetter oder das allgemeine Befinden… Sei’s drum, jedenfalls habe ich mich wohlgefühlt in Seidl’s Café, das gleichzeitig auch vorgibt, Bäckerei, Konditorei und Bistro zu sein. Ja, ist es, eine schöne Sonnenterrasse inklusive. Dazu auch noch Event-Location, darf ich Ihnen verraten, oben im ersten Stock, mit allem Drum und Dran, samt einer weiteren Terrasse. Ob oben oder unten im Erdgeschoss – die hellen, von Licht durchfluteten, modernen Räumlichkeiten stimmen positiv. Ich vermute mal, dass sich hier selbst eingefleischte Grantler eines freundlichen Lächelns nicht erwehren können. Spätestens dann nicht, wenn Steffi und Amelie gut gelaunt nach dem Begehren fragen und ebenso bedienen beziehungsweise servieren. Mein Cappuccino, übrigens, war sehr italienisch, für Landkreisverhältnisse überdurchschnittlich. Was soll ich sagen? Noch mal, dass ich mich wohlgefühlt habe? Meine Notizen waren kurz und knapp: Homepage (www. seidlls-cafe.com – Anm. d. Red.) anschauen. Ambiente passt. Service passt. Demnächst Frühstück, Mittagskarte und das Freitagabend-Angebot testen. Werde ich. Nicht weil ich muss, nicht weil’s Job ist. Einfach weil ich mag. Doch halt! Gekommen war ich ja, weil Jürgen Seidl’s Brot vom Deutschen Brotinstitut ausgezeichnet  worden ist. Nicht ohne Stolz holte Andrea Seidl die drei Urkunden aus dem Schaufenster: insgesamt 16 Auszeichnungen für 16 eingereichte Brotsorten, davon 5 x »Gut« und 11 x »Sehr gut«. Der Bäckermeister gab sich ruhig, cool würde mein Sohn sagen, meinte nur, dass er im kommenden Jahr sogar auf den Bayerischen Staatspreis hoffen darf mit diesem Ergebnis. Wäre dann das vierte Mal in Folge, meinte er… Hammer, finden Sie nicht auch? Und ja, sie freuten sich schon. Sehr sogar. Merkte ich dann bei einem Rundgang durch die gläserne Konditorei, die Bäckerei und die Küche, wo ich auch Andrea und Jürgen Seidl’s beiden Söhne kennengelernt habe: Markus, der Jüngere, ist im zweiten Lehrjahr als Bäcker und sein Bruder Sebastian steht als Konditormeister für die süßen Verführungen zwischen Ladentheke und Bistro-Desserts. Und spätestens beim Familienfoto – mit Broten und Urkunden – sah ich dem Seidl-Team Freude und auch Stolz an. Zu Recht, wie ich meine. Sie doch auch?!