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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Tuesday, 31. March 2020 · 03:02 Uhr
 
 
 

Namen statt Nummern

Max-Mannheimer-Gymnasium stellt neue Gedächtnisblätter vor

Zeitzeuge Karl Otto Watzinger auf dem Foto, präsentiert von seinem Sohn Jörg. (Foto: Dachauer Forum)

»Hut ab vor Ihrem Text, in einigen Details wissen Sie mehr von der Geschichte, vor allem auch nach 1945, als ich selbst bisher wusste«, schreibt Jörg Watzinger an den Schüler Benedikt Leonhard vom Max-Mannheimer-Gymnasium Grafing. Mit der »Geschichte« meint er die Lebensgeschichte seines Vaters Karl Otto Watzinger, der von 1941 bis 1944 im Konzentrationslager Dachau inhaftiert war. Über ein Jahr lang hat Benedikt Leonhard Quellen aus verschiedenen Archiven zusammengetragen, um die Biographie für das Gedächtnisbuch Dachau aufzuzeichnen. Er und 13 weitere Schüler und Schülerinnen des Wissenschafts-Seminars »Namen statt Nummern« haben in den letzten anderthalb Jahren Biographien von ehemaligen KZ-Häftlingen und von jüdischen und verfolgten Lehrern für das Gedächtnisbuch und das Projekt »Erinnern« des BLLV erforscht. In der öffentlichen Feierstunde »Namen statt Nummern« stellen die Schüler und andere Ehrenamtliche am Sonntag, den 22. März in der Kirche des Karmel Heilig Blut in Dachau ihre neuen Beiträge für das Gedächtnisbuch vor. Ins Gedächtnisbuch aufgenommen werden Personen wie Juden und Unterdrückte, die ihre Zeit in Konzentrationslagern dokumentierten und für die nachfolgenden Generationen festhielten, oder sich gegen das Regime auflehnten.