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Tuesday, 31. March 2020 · 00:04 Uhr
 
 
 

Grüne ziehen mit Hubertus Schulz in den Kommunalwahlkampf in Markt Indersdorf

Hubertus Schulz (links), neuer Bürgermeisterkandidat für Bündnis 90/Die Grünen in Markt Indersdorf, beglückwünscht von Achim Liebl, Landratskandidat der Grünen. (Foto: Bündnis 90/Die Grünen)

Bei der Aufstellungsversammlung stimmten die Parteimitglieder am Donnerstagabend mit allen Stimmen für den 58-jährigen Diplom Physiker Hubertus Schulz als Bürgermeisterkandidaten. Schulz warb in der Versammlung noch einmal ausdrücklich für sein Programm, welches für ein ganzheitliches Verkehrskonzept, insbesondere im ländlichen Raum steht, die Nachhaltigkeit der Ressourcen und dem Ziel eines Bürgerhauskonzeptes für jeden Indersdorfer. In der Pflicht sieht er die Gemeinde, die Bürger im Rahmen des uns bevorstehenden digitalen Wandels vorher zu informieren und gemeinsame Konzepte zu entwickeln. »Ich brenne für die Grünen Themen und verstehe nicht, dass nicht auch die anderen Indersdorfer Bündnisse ihre Ziele mit entsprechender Kandidatur verfolgen. Für mich gehört zu Demokratie, dass die Gemeinde eine Wahl hat«, so Schulz. »Für die Grünen war es eine sehr große Herausforderung innerhalb von zwei Monaten eine Mannschaft aufzubauen. Wir wünschten uns mehr Zeit, um Interessenten für unsere Politik zu mobilisieren. Trotzdem haben wir es geschafft in so kurzer Zeit eine Liste aufzustellen.«

Für die 24 Plätze, die im Indersdorfer Gemeinderat zu vergeben sind, bewarben sich zehn Kandidaten, davon fünf Parteimitglieder. Auf Platz eins der Gemeinderatsliste wird laut Beschluss der Aufstellungsversammlung Astrid Rötzer kandidieren, die weiteren Plätze nehmen Hubertus Schulz, Axel Noack, Alwin Brenner und Lucia Rötzer ein. Mit der 17-jährigen Lucia Rötzer, die pünktlich vor der Wahl 18 Jahre ist, wird auch der Indersdorfer Jugend Rechnung getragen und die Erstwähler hätten eine Alternative für den Gemeinderat. Auch zu erwähnen ist, dass der Frauenanteil gleich dem der Männer mit 50 Prozent entspricht sowie ein Altersdurchschnitt von 40 Jahren hat.

In seiner Bewerbungsrede brachte Hubertus Schulz viele konkrete Verbesserungsvorschläge für die Gemeinde ein. Die Wachstumsschmerzen der Gemeinde sollen durch ein Radkonzept und ÖPNV-Ausbau gelindert werden, mit dem Hinweis darauf, dass Bund, Land und Kreis eine wichtige Rolle dabei spielen. Die Indersdorfer Grünen binden entsprechende Stellen mit ein. Schulz machte darauf aufmerksam, dass die Schüler besser geschützt werden sollten vor dem stetig wachsenden Verkehr. Bei dem Umgang mit unseren Ressourcen mahnte er an, dass wir damit bedächtig und sparsam umgehen müssen, damit die Jugend nicht unsere Schulden tilgen müsste. Es fehlt ein zentraler Anlaufpunkt, an dem sich die Indersdorfer treffen und austauschen können. Dafür möchte er mit einem Bürgerhaus-Konzept Abhilfe leisten. Bei dem Thema Digitalisierung und 5G ist es wichtig die Bürger mitzunehmen und als wichtige Aufgabe der Gemeinde sieht er hier rechtzeitige Aufklärung der Konsequenzen des technischen Wandels. Weitere wichtige Punkte sind die Transparenz in der Gemeinde, die Ansiedlung hochwertigen Gewerbes aber auch die Themen wie Lärmschutz, insbesondere bei unbeschrankten Bahnübergängen.

Der Bürgermeisterkandidat stimmte die Versammlung auf den Wahlkampf unter dem Motto »Weil wir hier leben: Gemeinsam – Nachhaltig – Grün« ein. Sehr bedankte Schulz sich für die Mithilfe und den Ablauf der Aufstellungsversammlung bei dem Landrats-Kandidaten Achim Liebl und der Kreissprecherin Jutta Krispenz.