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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Monday, 17. January 2022 · 22:32 Uhr
 
 
 

Glasverbot am Karlsfelder See

Bis 30. September täglich von 18 bis 6 Uhr in Kraft

Ein Verbot von Glasflaschen soll die Lage am Karlsfelder See verbessern. (Foto: Chris Wiedenhoff/pixabay.com)

Nach Party-Eskalationen am Karlsfelder See mit Bergen von Müll, Schlägereien und der Verwüstung ganzer Areale durch Glasscherben trafen sich Anfang der Woche Verantwortliche aus Landratsamt, Gemeinde, Polizei, Rettungsdienst und Wasserwacht zu einem Krisengespräch. Ergebnis war der Erlass einer Allgemeinverfügung, die ab sofort in Kraft tritt: das Mitführen und die Benutzung von Glasbehältnissen im Bereich des Naherholungsgebiets Karlsfelder See ist untersagt. Das Verbot gilt bis zum 30. September jeweilt von 18 Uhr bis 6 Uhr am Folgetag. Von diesem Verbot ausgenommen sind gastronomische Einrichtungen, die Wasserwachtstation und Glasfläschchen für Kindernahrung.

Gerade in den letzten Wochen und Monaten wurden Flaschen vermehrt achtlos oder vorsätzlich auf den Boden geworfen werden und zerbrochen. Die Glasscherben liegen dann auf Wegen und Sportflächen, in den Liegewiesen und am Ufer, teilweise sogar im See. Neben dem hohen Reinigungsaufwand kommt es auch immer wieder zu (Schnitt-)Verletzungen bei Besucherinnen und Besuchern des Naherholungsgebiets (insbesondere im Fußbereich) sowie zu Sachschäden, beispielsweise an Fahrrädern (Platten).

Glasbehältnisse werden nun vom verstärkten Sicherheitsdienst und der Polizei weggenommen. Verschärfungen der Maßnahmen, zum Beispiel ein generelles Alkoholverbot oder Sperrung bestimmter Areala sowie Bußgelder sind nicht ausgeschlossen.

Ob das vorerst bis 30. September 2021 geltende Verbot aus der Allgemeinverfügung dauerhaft in die Benutzungssatzung des Landkreises für das Naherholungsflächengebiet Karlsfelder See übernommen wird, diskutiert und entscheidet der Dachauer Kreistag voraussichtlich in seiner nächsten Sitzung am 23. Juli.