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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Monday, 3. August 2020 · 14:02 Uhr
 
 
 

Bergtour auf den Säntis

Alpenverein im Appenzeller Land

Ein weites Panorama bekam die Gruppe vom Alpenverein auf der Aussichtsplattform des Säntis zu sehen. (Foto: Alpenverein)

Trotz der relativ geringen Höhe von 2502 m hält der Säntis im Appenzeller Land als höchster Berg des Alpstein einige Superlative bereit, ist er doch vom Allgäu, Rheintal und dem Bodensee weithin sichtbar. Der Aufstieg der Ortsgruppe Dachau des Alpenvereins erfolgte von Wasserauen 840 Meter über den idyllisch gelegenen Seealpsee, dem Almdorf Meglisalp zum Rotsteinpass auf 2124 Meter. Begleitet von Sonnenschein und Wolken erreichte die Gruppe den Gasthof Schafboden. Der vermittelte weniger den Eindruck eines Beherbergungsbetriebes, als vielmehr den einer typischen urigen schweizer Alm. Am nächsten Morgen ging es bei schönem Wetter zuerst 400 Höhenmeter wieder hinauf zum Rotsteinpass und dann über den teilweise ausgesetzten, aber sehr gut versicherten Lisengrat hinauf zum schon weithin sichtbaren Gipfel des Säntis. Der Gipfel ist technisch voll erschlossen mit Seilbahn, fünf Aussichtsplattformen, einem Lift über 5 Etagen, mehreren Restaurants und einem 130 Meter hohen Sendemast. Der Säntis bietet aber auch durch seine exponierte Lage eine wunderbare Aussicht auf 1005 Gipfel und atemberaubende Felsformationen. Der Abstieg erfolgte über die Himmelsleiter, eine sehr steile in den Felsen gehauene Treppe, bei der man die Hände schon aus den Taschen nehmen musste und schwindelfrei sein sollte. Der Rest des Abstieges war pures Bergwandervergnügen wieder zurück zum Seealpsee und ins Tal.