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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Saturday, 16. January 2021 · 06:02 Uhr
 
 
 

Erdbeben in Kroatien

Hilfstransport der Bayerischen Feuerwehren

Auch die Feuerwehren im Landkreis Dachau spendeten Ausrüstung für die Kameraden in Kroatien. (Foto: FF Dachau)

Am 29. Dezember 2020 ereignete sich in Kroatien ein schweres Erdbeben. In der Folge leisteten die Nachbarstaaten aber auch die EU bereits schnelle Hilfe für die betroffene Bevölkerung. Insbesondere in den ländlichen Gebieten des Landkreises Sisak-Moslavina ist die Not groß - es wurden auch Feuerwehrgerätehäuser beschädigt oder zerstört. Nach Rücksprache mit dem Kroatischen Feuerwehrverband werden besonders Schutzkleidung für Feuerwehrleute, tragbare Leitern, sowie Beleuchtungsgerät (einschließlich Stromerzeuger) für die örtlichen Feuerwehren gebraucht, um deren Einsatz wieder vollumfänglich zu ermöglichen.

Der Landesfeuerwehrverband Bayern hat daher eine Abfrage bei allen Bayerischen Feuerwehren durchgeführt, um ausgesonderte, aber noch brauchbare Ausrüstungsgegenstände für die kroatischen Feuerwehren zu ermitteln. Die Resonanz war dabei überwältigend; rund 300 Freiwillige Feuerwehren haben insgesamt 15.000 Einzelteile angeboten. Nun wird daraus ein insgesamt 22 Fahrzeuge umfassender Transportkonvoi zusammengestellt, der sich Montag, dem 11. Januar frühmorgens von Rosenheim aus nach Kroatien aufgebrochen ist.

Auch die Feuerwehren im Landkreis Dachau beteiligen sich an der Hilfsaktion. Die letzten Tage wurde in Kroatien dringend benötigtes Gerät wie Stromerzeuger, Beleuchtungsmaterial und Leitern sowie Schutzkleidung in Indersdorf gesammelt, wo am Samstag die Verladung der Ausrüstungsgegenstände erfolgt ist. Zwei Fahrer der Feuerwehr Dachau werden sich mit einem Wechselladerfahrzeug samt Anhänger des Landkreises an der Überführung der Ausrüstung beteiligen.

Eine besondere Herausforderung für alle Fahrer des Konvois ist die aktuelle Corona-Lage. Da Kroatien als Risikogebiet eingestuft ist, besteht ein verschärftes Hygienekonzept das ausnahmslos umzusetzen ist. Dazu gehören auch Corona-Tests unmittelbar vor der Abfahrt sowie bei der Wiedereinreise nach Deutschland. Schon jetzt gilt der Dank allen Kommunen, die als Träger ihrer Feuerwehren die Sachspenden mitgetragen haben sowie an alle Feuerwehrkameradinnen und Kameraden in Bayern, welche die Hilfsaktion ermöglichen.

Die 22 Fahrzeuge sowie 44 Feuerwehrkameraden übernehmen den Transport stellvertretend für den Freistaat Bayern und bringen damit grenzüberschreitende Hilfeleistung und gelebte Kameradschaft zum Ausdruck.