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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Thursday, 9. July 2020 · 07:05 Uhr
 
 
 

Heimkino at its best

Schärfere Bilder – günstigere Preise

Setzt bei Premium-TV auf »Made in Germany«: das Team Gruber & Depre (Foto: Öxler)

Noch besser… noch brillanter… noch schärfere Bildqualität… und jetzt auch noch günstiger in der Anschaffung, ganze 20 bis 30 Prozent. Die Jungs waren richtig begeistert nach ihrer Rückkehr von der Internationalen Funkausstellung in Berlin. Die Jungs – das sind Alexander Gruber und Dominik Depre, seit sieben Jahren die Geschäftsführer des Indersdorfer Familienbetriebs für Elektro und Elektronik, der EURONICS Gruber & Depre OHG. Ja, und die beiden waren, wie jedes Jahr, kürzlich wieder auf der IFA und haben sich die Hacken abgelaufen auf mehreren Tausend Quadratmetern Ausstellungsfläche in Sachen neuer und neuester Technik. Warum? Es sei unumgänglich, meinte Dominik Depre bei meinem Besuch Anfang der Woche, sich auf dem Laufenden zu halten. Sie sähen es als Verpflichtung an, die großen Anbieter der Unterhaltungselektronik zu besuchen und sich schlau zu machen. Anders könnten sein Kompagnon und er Interessenten nicht optimal beraten und Kunden nicht umfassend betreuen. Ja, es tue sich viel und dies sehr schnell, derzeit vor allem bei den Fernsehgeräten, bestätigte Alexander Gruber. Nicht nur, dass die großformatigen fast schon Standard seien, meinte er, sondern auch, dass die Qualität noch besser werde. OLED setze sich durch, auch in anderen Branchen wie, nur beispielsweise, der Autoindustrie und, wie wir jetzt seit wenigen Tagen wissen, auch bei Smartphones. Und weil diese bislang teure Bild- und Lichtdarstellungstechnik mehr und mehr zum Einsatz käme, werde sie günstiger. OLED… OLED, unterbrach ich ihn in seinem Redeschwall, habe ich zwar schon gehört, genau wisse ich aber nicht, worin der Unterschied bestehe zu herkömmlicher Bilddarstellung. Um eine organische Leuchtdiode handle es sich, erfuhr ich, die im Gegensatz zu den anorganischen Leuchtdioden, also LED, sehr viel dünner im Aufbau seien, daher flexibel einsetzbar. Bei Fernsehern und Bildschirmen ganz allgemein sei der sichtbare Nutzen in einer brillanteren Bildqualität. Schwarz sei tatsächlich schwarz und erhöhe so den Kontrast. Gut, so ähnlich habe ich es verstanden. Wichtig, finde ich, dass diese exklusive Bildtechnik – schon wegen des höheren Preises – nur wenigen im Heimkino zur Verfügung stand und dies sich jetzt ändere, wie mir das Duo Gruber & Depre erläuterte. Das sei heutiger Stand, das sei aber auch die Zukunft. Nicht wie bei Messe-Neuheiten vergangener Jahre die 3D-Fernseher oder die mit gebogenem Bildschirm. Alexander Gruber bezeichnete diese ehemaligen Highlights bereits als Nischenprodukte. Wogegen er OLED als zukunftsweisend betrachtet. Und, Hand aufs Herz, ich glaube ihm. Vor allem, weil er nicht nur erklärt, sondern mir auch zwei Bildschirme gezeigt hat. Der eine mit, der andere ohne OLED. Es lief über Sky zeitgleich derselbe Film ab. Unglaublich! Doch ebenso überrascht war ich, als mich die beiden TV-Profis auf zwei Namen aufmerksam gemacht haben an ihrer Fernsehwand: Metz und Loewe. Zwei deutsche Fabrikate, die wir eigentlich seit langem Kennen, in den beiden vergangenen Jahrzehnten jedoch keine große Rolle mehr gespielt haben. Jetzt seien sie der asiatischen Konkurrenz wieder voraus. In Technik und im Design. Und – könnten bei ihnen im Fall der Fälle gewartet und sogar repariert werden. Ja, das sind doch Argumente… Und ich erinnerte mich an den legendären Loewe Art 1 in den 1980-ern, aber auch an die Werbung »Allmecht, Rainer, an Metz mechat i a«.