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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Saturday, 24. October 2020 · 20:14 Uhr
 
 
 

Übungswoche im Brandcontainer

Wichtige Schulung für 64 Atemschutzträger

Mit echtem Feuer im Brandübungscontainer konfrontiert. (Foto: KFV Dachau)

In den vergangenen Jahren ist der Anteil der Brandeinsätze am Einsatzaufkommen der Feuerwehren im Landkreis Dachau zurückgegangen. Das ist selbstverständlich eine gute Nachricht. Gleichzeitig wird es dadurch - gerade für die jungen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden - immer schwieriger, die erforderliche Einsatzerfahrung zu gewinnen. Persönliche Erfahrungen sind aber außerordentlich wichtig, um Fehlentscheidungen bis hin zu lebensgefährlichen Situationen zu vermeiden.

Der feststoffbefeuerte Brandübungscontainer hilft, diese Lücke zu schließen. Er soll die Atemschutzgeräteträger fit machen für schwierige Einsätze. Mit dem Brandübungscontainer kann eine realitätsnahe Brandbekämpfung unter umluftunabhängigem Atemschutz geübt werden. Durch die Verwendung von Holz entsteht die für einen Zimmerbrand typische Hitze- und Rauchentwicklung. Die Trainingseinheiten vermitteln unter anderem, wie Brandverläufe erkannt und Gefahrensituationen richtig eingeschätzt werden können.

Um Feuerwehrleute auf die Gefahren im Einsatz realitätsnah zu schulen, hat der Freistaat Bayern seinen Brandübungscontainer vom 6. bis 10. Oktober dem Landkreis Dachau zur Verfügung gestellt. An den fünf Übungstagen konnten 64 Teilnehmer auf dem Gelände des Landkreis-Bauhofes in Dachau von erfahrenen und speziell ausgebildeten Trainern der Firma Dräger Safety sowie dem Atemschutz-Ausbilder-Team um Kreisbrandmeister Wolfgang Schamberger praxisnah geschult werden.

Die Teilnehmer im Landkreis Dachau kamen aus den Feuerwehren Altomünster, Arnbach, Dachau, Eisenhofen, Eisolzried, Eschenried, Feldgeding, Großberghofen, Haimhausen, Indersdorf, Karlsfeld, Kleinberghofen, Niederroth, Oberbachern, Pellheim, Prittlbach, Röhrmoos und Sigmertshausen. Zu Ihrer Sicherheit wurde vom Atemschutz-Ausbilderteam jeweils ein Rettungstrupp gestellt, der in einem etwaigen Notfall hätte eingreifen können.