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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Sunday, 5. April 2020 · 09:33 Uhr
 
 
 

Besuch eines landwirtschaftlichen Betriebs

Junge Freie Wähler informieren sich über Milchviehbetrieb

Markus Erhorn, Florian Lichtenstern und Sebastian Kellerer mit Kuh Sieglinde. (Foto: FW Dachau)

Eine kleine Delegation der Jungen Freien Wähler Dachau (JFW) besuchte einen landwirtschaftlichen Betrieb (Milchvieh, rund 50 Kühe) in der Gemeinde Markt Indersdorf. Neben JFW Kreisvorsitzenden Markus Erhorn (Dachaus Oberbürgermeisterkandidat) nahmen die Stadtrats- und Kreistagskandidaten der Freien Wähler Dachau Sebastian Kellerer und Florian Lichtenstern an der Exkursion teil.

Die Nachwuchspolitiker besichtigten die gesamten Stallungen, besonders beeindruckt waren sie dabei von der automatischen Melkmaschine. Die JFW sahen aber nicht nur: Sie sprachen mit der Landwirtsfamilie über die problematische Gülleverordnung und den niedrigen Milchpreis. »Landwirt ist der wohl ehrlichste Beruf. Es ist daher eine Schande, dass der Milchpreis dagegen alles andere als fair ist.«, gibt sich Markus Erhorn enttäuscht. »Mit Dumpingpreisen werden unsere Bauern zum Aufgeben gezwungen.« In den Jahren 2011 bis 2017 mussten 25 Prozent der bayerischen Milchbauern ihre Höfe schließen, dies sei nach Ansicht der JFW ein alarmierendes Zeichen. »Die Politik muss hier mehr tun.«, fordert deswegen Sebastian Kellerer. Sämtliche Behörden in Stadt und Landkreis Dachau sollten nach Ansicht der Freien Wähler Kandidaten zum Beispiel ausschließlich auf regionale Produkte setzen. »Die Milch für den Besprechungskaffee sollte in allen Rathäusern ausschließlich von heimischen Landwirten kommen.«, meint Stadtratskandidat Florian Lichtenstern. Und Markus Erhorn fasst zusammen: »Regional ist wichtiger als Bio. Regional ist gut für die Umwelt: Nur so können weite Transportwege vermieden werden. Außerdem schafft es Arbeitsplätze vor Ort.« Abschließend probierte die JFW Delegation natürlich noch die frische Milch. Das Ergebnis: Köstlich.