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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Tuesday, 2. June 2020 · 00:06 Uhr
 
 
 

FFF-Demonstration in Dachau

Jugendliche fordern Unterstützung der Politik für ihre Zukunft

Bei der ersten Klimademo in Dachau nahmen zwischen 150 und 200 Menschen teil. (Foto: Mirjam Meyerle)

»Das Pariser Klimaabkommen einzuhalten ist essentiell für sämtliches Leben auf unserer Erde so wie wir es kennen. Die Bundesregierung trägt eine wichtige Verantwortung, ist sich dieser ihrem Handeln nach zu urteilen aber nicht bewusst. Unsere Klimaziele werden drastisch verfehlt. Das »Klimapaket« zeigt, dass die Regierenden die Dringlichkeit noch nicht verstanden haben. Der Anteil des CO2 Restbudgets Deutschlands, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken, lässt sich proportional auf den Landkreis übertragen, weshalb auch auf kommunaler Ebene Handlungsbedarf besteht. Um das Pariser Klimaschutzabkommen einzuhalten, sollte Dachau vor allem im Verkehrssektor, im Energiesektor und vielen weiteren Bereichen aktiv werden«, so die Pressemitteilung »Fridays for Future Dachau«.

Am Freitag, den 18. Oktober rief die Ortsgruppe deshalb zur ersten Klima-Demonstration in Dachau auf. An diesem Tag streikten auch Tausende weltweit um ein Signal zu setzen. Nachdem Jonathan Westermeier, Gründungsmitglied der Ortsgruppe, noch einmal verdeutlichte, auf Vorsicht und Friedlichkeit während der Demonstration zu achten, folgte eine eindrückliche Eröffnungsrede.

Dem Protestzug schlossen sich noch viele Menschen an, wodurch die Zahl auf über 150 Demonstranten stieg. Am Fondi-Park angekommen, wurde auf die Klimakonferenz mit OB Florian Hartmann und die nächste Demo »Für das Klima alle Länder« am Freitag, den 29. November hingewiesen.

Zum Abschluss betonte Michael Stanziszewski, dass schon auf kommunaler Ebene etwas getan werden müsse: »Bevor ein ganzes Land klimaneutral werden kann, müssen das einzelne Städte oder Landkreise werden.«

Westermeier kritisierte, dass oft nach dem Sankt-Florians-Prinzip gehandelt wird: Für sich das Beste herausholen, nicht zurückstecken und darauf warten, dass die Anderen anfangen. »Wir werden weiterdemonstrieren, bis jeder Politiker verstanden hat, dass unsere Zukunft zerstört wird und dass sie jetzt handeln müssen.«

In seiner Rede prangerte Peter Heller, Ortsvorsitzender Bund Naturschutz, vor allem die Ablehnung des Tempolimits an: »Wir fordern das, um dem Artenschutz Rechnung zu tragen und die Emissionen zu senken.« Außerdem wurde den Anwesenden angeboten, Botschaften an Politiker zu schreiben.

Zuletzt lud FFF-Dachau die Anwesenden ein, an den unverbindlichen Treffen der Ortsgruppe teilzunehmen, denn wirklich jeder ist willkommen. Termine sind in den sozialen Medien zu finden.