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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Monday, 17. January 2022 · 22:33 Uhr
 
 
 

Einweihungsgottesdienst im blühenden Rahmen

»Erlebniswelt für alle Generationen. Attraktion für Tandern«

Im großen Panoramaapfel der Streuobstwiese (von li) stv. Landrätin Marianne Klaffki, 2. Vorsitzender Hermann Schweiger, Vorsitzende Stefanie Rieblinger, Dachaus Apfelkönigin Sophie I., Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath und Bürgermeister Markus Hertlein mit Gattin Gabriele. (Foto: Franz Hofner)

Im festlichen Rahmen wurde am Samstag, den 12. Juni, die Einweihung des Streuobstwiesenerlebnisses des Obst-und Gartenbauvereins Tandern gefeiert.

Zum Festgottesdienst an der blühenden Streuobstwiese, den Pfarrer Michael Heinrich hielt, kamen gut 120 Gläubige. Gottes Schöpfung sei vielfältig und zeige sich in seiner vollen Blüte, sagte Pfarrer Heinrich in seiner Predigt und rief zu Achtung vor der Schöpfung als ein großes Ziel des Streuobstwiesenerlebnisses auf. Damit Gottes Schöpfung reiche Früchte trägt, sollen auch die Menschen das Samenkorn des Glaubens in ihre Herzen lassen, so der Geistliche, der nach dem Gottesdienst der Streuobstwiese den Segen gab.

Mit der Schubert-Messe sorgten die Paartaler Musikanten für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes, an dem die Teilnehmer wieder erstmals kräftig mitsingen durften. Stefanie Rieblinger die Vorsitzende des Obst-und Gartenbauvereins dankte Pfarrer Michael Heinrich für die schöne Einweihungsfeier und konnte dazu als Gäste Landtagsabgeordneten Bernhard Seidenath, Landratstellvertreterin Marianne Klaffki, Bürgermeister Dr. Markus Hertlein mit Stellvertreter Adi Doldi, den Vorsitzenden des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Werner Gruber sowie Kreisfachberater Siegfried Lex begrüßen. Ganz besonders freute sich die Vorsitzende dass auch die Dachauer Apfelkönigin Sophie I. dem Verein die Ehre gab.

Vorsitzende Stefanie Rieblinger ging im Rückblick auf die Entstehungsgeschichte der Streuobstwiese, die bereits drei Jahre zurückliegt und von der Gemeinde im Zuge des Feuerwehrhausneubaues ermöglicht wurde, ein. Mit der Verwirklichung des Streuobstwiesenerlebnisses habe man anspruchsvolle Ziele gesetzt, dazu gehört, dass ein Erlebnis für alle Generationen geschaffen, Artenvielfalt und Schutz der Natur nachhaltig gepflegt und vermittelt sowie Wertschätzung für heimisches Obst verbesssert werden soll. Mit sechs teilweise interaktiven Erlebnisstationen und einer Reihe von Darstellungen der Lebensbereiche von Tier-und Pflanzenwelt soll dem Rechnung getragen werden.

Ein besonderer Dank galt ihren Mitarbeitern in der Projektgruppe Angelika Pöll, Hubert Glas und Manfred Schweiger sowie den vielen fleißigen Helferinnen und Helfern, die an Gestaltung und Aufbau der Stationen mitwirkten.

Die Vorsitzende freute sich, dass die kalkulierten Kosten in Höhe von rund 63.000 Euro eingehalten werden konnten, davon sind 90 Prozent durch Förderungen und Sponsoren abgedeckt, die restlichen zehn Prozent trägt der Verein. Rieblinger kündigte auch an, dass in Kürze auch mit der Eröffnung des von Zukunft Tandern errichteten »Beste Gegend Pfad« zu rechnen ist. Dieser führt direkt an der Streuobstwiese vorbei und wird sicherlich weitere Besuchern einladen, die am Erleben von Natur und Umwelt viel Freude haben.

Bürgermeister Markus Hertlein gratulierte dem Obst-und Gartenbauverein zum gelungenen Werk, hier sei etwas ganz Tolles entstanden, eine Attraktion für Tandern und die ganze Gemeinde. Dabei lobte er das großartige ehrenamtliche Engagement der Mitglieder. Bürgermeister Hertlein hob die Bedeutung für den Erhalt der Artenvielfalt und des Naturschutzes hervor, aber auch den Lerncharakter mit dem Ziel, Kindern in den Kindergärten und Schulen den Naturraum im ländlichen Bereich näherzubringen. Ein großer Dank des Bürgermeisters galt der Vorsitzenden Stefanie Rieblinger, der er als Zeichen des Dankes ein Weinpräsent übergab.