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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Saturday, 29. February 2020 · 10:45 Uhr
 
 
 

40 Tage Fasten

Am Aschermittwoch gibt es Fisch und Politik

Eigentlich ist ja am Faschingsdienstag um Mitternacht alles vorbei. Eigentlich. Denn am Aschermittwoch, einem ehemals strengen Fasten- und Abstinenztag, geht es nahtlos weiter: Politiker und Parteien treffen sich zum »politischen Aschermittwoch«, traditinell geht man zum Fischessen und wäscht vorher noch seinen Geldbeutel in fleißendem Wasser, um neues Geldbeutel hineinzuspülen.

Erst am Ostersonntag endet die 40-tägige Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch beginnt. Sie soll an die 40 Tage erinnern, die Jesus fastend und betend in der Wüste verbrachte. Die Bezeichnung kommt vom Brauch, im Gottesdienst am Aschermittwoch Asche von verbrannten Palmzweigen des Vorjahres zu segnen und die  Gläubigen mit einem Kreuz aus Asche zu bezeichnen. Ursprünlich wurde das Aschekreuz bei Männern auf das Haupt gestreut und bei Freuen auf die Stirn gezeichnet, heute sind beide Formen unabhängig vom Geschlecht üblich. Mit dem Ritual soll der Mensch an seine Vergänglichkeit erinnert und zur Umkehr aufgerufen werden.

Traditionell ist in Bayern das Fischessen mit dem Aschermittwoch verbunden und vom Steckerfisch auf dem Dorfplatz bis zum Fischmenü im Gourmetrestaurant sind an diesem Tag Fischspezialiäten in riesiger Auswahl geboten. Zahlreiche Restaurants und Gasthäuser verwöhnen am Aschermittwoch mit einem besonderen Angebot.