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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Monday, 3. August 2020 · 14:33 Uhr
 
 
 

70.000 Euro »erradelt«

Riesen-Radtour hilft krebskranken Kindern

Klaus Greskowiak (2. von re) freute sich über den Scheck vom Dachauer Lohi-Beratungsstellenleiter Carsten Friese (3. von re). Mit auf dem Foto weitere Lohi-Mitarbeiter und einige Mitradler. (Foto: Andreas Förster)

Als Klaus Greskowiak in Dachau ankommt, sind ihm keine Strapazen anzumerken. Dabei hat er doch schon 5.500 Kilometer in den Beinen. Doch das nahe Ziel motiviert, München ist nur noch einen Tag entfernt. Insgesamt zwölf Wochen hat er dafür gebraucht, aufgeteilt in 125 Etappen, quer durch Deutschland. Start war Berlin, die Heimatstadt des 66-jährigen Rentners.

Für jeden Kilometer spendete der Verein Lohnsteuerhilfe e.V. (Lohi), Greskowiaks ehemaliger Arbeitgeber, zwei Euro für die Kinderkrebshilfe, plus 20 Euro pro Mitstreiter, der eine Etappe mitfährt. In Dachau bekam er vom Chef der Lohi-Filiale in der Münchner Straße, Carsten Friese, einen Scheck über 750 Euro überreicht. Mehr als 70.000 Euro kamen so insgesamt zusammen, viel mehr, als Greskowiak je zu hoffen gewagt hatte. »Für mich waren die angepeilten 50.000 Euro schon zu hoch gegriffen«. Auf manchen Strecken haben ihn bis zu 40 Radler begleitet. »Manche sind bis zu sechs Etappen mitgefahren, obwohl sie nur eine mitfahren wollten«, erzählt der 66-Jährige, der vor vier Jahren selbst an Krebs erkrankte und wieder gesund wurde.

Den letzten Tag ging’s über Fürstenfeldbruck zum Olympia-Park nach München. KURIER-Mitarbeiter Andreas Förster radelte einen Teil der Strecke mit und fragte Greskowiak, wo es denn nun am schönsten war. »Schwer zu sagen, aber in Bayern hat es mir im Allgäu am besten gefallen«, meinst Greskowiak, »da war es so schön menschenleer«. Denn Ruhe hatte er auf seiner Tour sonst kaum.

Er freut sich jetzt auf seine Frau - und aufs Fitness-Center, denn »der krumme Rücken braucht jetzt Unterstützung…«