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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Thursday, 9. July 2020 · 07:36 Uhr
 
 
 

Osteoarthrose bei der Katze

Dr. Alexandra Pitschi (Foto: privat)

Osteoarthrose ist der klinische Begriff für chronischen Gelenksverschleiß und kommt bei Katzen leider deutlich häufiger vor, als man bislang dachte.

Katzen zeigen nur sehr ungern Schmerzen, daher kann man bei dieser Erkrankung nur in einem sehr fortgeschrittenen Stadium eine Lahmheit feststellen. Typische Symptome sind Bewegungsunlust, vermindertes Springen, ein steiferer Gang, Schwierigkeiten beim Putzen, Zögern beim Steigen in die Katzentoilette und Unbehagen beim Streicheln lassen.

Des Weiteren neigen übergewichtige und ältere Katzen zu dieser unangenehmen, langsam fortschreitenden Erkrankung, da eine übermäßige Belastung den Gelenkknorpel schädigt.

Bei einer Röntgenbilduntersuchung zeigen neun von zehn Katzen über zwölf Jahren Anzeichen von Arthrose. Diagnostiziert der Tierarzt bei seiner orthopädischen Untersuchung eine Schmerzhaftigkeit der Gelenke, so sollte mit einer schmerz- und entzündungshemmenden Medikation begonnen werden. Zusätzlich können dem Futter gelenkunterstützende Nährstoffe ergänzt werden wie zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien und Glykosaminoglykane.

Wichtige Maßnahmen zur Vorbeugung und Therapie der Arthrose sind außerdem: das Idealgewicht zu halten, genügend Bewegung aber ohne Überbelastung der Gelenke durch übermäßige Sprünge und abrupte Bewegungen, Aufstiegshilfen zu weichen und warmen Liegeplätzen und Rückzugsmöglichkeiten, insbesondere wenn jüngere Partnertiere im Haushalt sind, sowie eine unterstützende Physiotherapie.