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Friday, 25. September 2020 · 15:12 Uhr
 
 
 

Räuber-Kneißl-Radweg offiziell eröffnet

Ein toller Ausflugs-Tipp für die Pfingstferien

Die Bürgermeister der WestAllianz und Geschäftsstellen-Leiterin Dagmar Hendorfer freuen sich auf dem Räuber-Kneißl-Rastplatz in Pfaffenhofen a.d. Glonn über die offizielle Eröffnung des neuen Themen-Radwanderwegs (Foto: WestAllianz)

Startschuss frei für die neue Attraktion für Touristen und Radfahrer im Münchner Westen: Der Räuber-Kneißl-Radweg ist eröffnet! Die Themen-Strecke ist in vier Etappen unterteilt und führt über 110 Kilometer durch die Gemeinden Bergkirchen, Gröbenzell, Karlsfeld, Maisach, Sulzemoos, Odelzhausen und Pfaffenhofen a.d. Glonn, die im Wirtschaftsverbund WestAllianz zusammengeschlossen sind. Auf der Website www.räuber-kneissl-radweg.de gibt es viele Hintergrundinformationen zum neuen Radweg, zudem stehen die GPS-Daten der Etappen, die offizielle Radwanderkarte sowie ein Audio Guide zum Download bereit.

Ob Familienausflügler, E-Biker oder Rennradfahrer: Der direkte Einstieg auf den Räuber-Kneißl-Radweg gelingt von den S-Bahnstationen Maisach, Gröbenzell oder Karlsfeld, oder auf einem der 16 Parkplätze sowie den zwei Camping-Plätzen entlang der Strecke. Insgesamt sind auf dem Räuber-Kneißl-Radweg fünf E-Bike-Ladestationen vorhanden. Das neue Ausflugsziel ist nach Mathias Kneißl (1875-1902) benannt, der in den Gemeinden der WestAllianz gelebt hat und als »Kneißl Hias«, »Räuber Kneißl« oder auch »Schachenmüller-Hias« in die Lokalgeschichte einging. Zahlreiche Bücher, Schriften, Lieder, Filme und Theaterstücke widmeten sich seinem Leben, das von Armut und Dramatik, aber auch von Kriminalität geprägt war.

»Wir haben einen Themenweg geschaffen, der nicht nur landschaftlich überaus vielseitig ist und entlang vieler Attraktionen des Münchner Westens führt«, betont Helmut Zech, Leiter der Arbeitsgruppe Naherholung und Tourismus der WestAllianz. »Vielmehr erfährt man an den Informationstafeln in den Gemeinden auch viel Wissenswertes rund um das Leben von Mathias Kneißl, an dem sich ja bis heute die Geister scheiden«.

Wichtig war den Organisatoren, den durchaus umstrittenen Namensgeber keinesfalls zu glorifizieren. Der mit einem eigens entworfenen Schild gekennzeichnete neue Radweg setzt sich aus vier Streckenabschnitten mit einer Länge von jeweils zwanzig bis dreißig Kilometern zusammen, die auch in einzelnen Etappen zu befahren sind. »Wir freuen uns auf eine ganz besondere Radl-Saison in den Gemeinden der WestAllianz und können Familien den neuen Radweg als Ausflugsziel für die nahenden Pfingstferien nur ans Herz legen«, so Helmut Zech. »Auf dem Räuber-Kneißl-Radweg lässt sich das eigene Umfeld nochmals komplett neu entdecken, aber natürlich hoffen wir auch auf viele Besucher aus der weiteren Region und darüber hinaus, die den Radweg zum Anlass nehmen, das Naherholungsgebiet im Münchner Westen zu erkunden«.

Entlang der Strecke sind neun offizielle »Kneißl-Rastplätze« eingerichtet. Tische und Bänke laden zum Verweilen ein, zudem gibt es Info-Tafeln rund um den Namensgeber sowie Fahrradständer und eine dekorative Stele, die der Künstler Helmut Fischer entworfen hat. Aber auch zu den Besonderheiten der einzelnen Gemeinden der WestAllianz und zu ihren Sehenswürdigkeiten wird in Wort und Bild informiert. Für den Notfall steht in jeder Gemeinde übrigens auch die nötige Ausrüstung zur Reparatur des Fahrrads bereit.

In der Radwanderkarte zur neuen Räuber-Kneißl-Route eingezeichnet sind lokale Sehenswürdigkeiten wie Klöster, Kirchen, Kapellen, Schlösser, Mühlen, Bademöglichkeiten, E-Bike-Ladestationen und Campingplätze sowie besondere Attraktionen wie der Kneißlkeller in Maisach, das Heimat- und Torfmuseum in Gröbenzell oder die Kapelle Maria Stern in Odelzhausen.

Die Streckenabschnitte im Überblick:

Abschnitt 1: Karlsfeld – Gröbenzell (30,2 Kilometer)

Abschnitt 2: Bergkirchen (25 Kilometer)

Abschnitt 3: Maisach (23,3 Kilometer)

Abschnitt 4: Sulzemoos – Odelzhausen – Pfaffenhofen a.d. Glonn (27,3 Kilometer)

Das Team für Tourismus und Naherholung hat die Idee zum Räuber-Kneißl-Radweg entwickelt, der aus Mitteln der LEADER-Förderung finanziert wurde. Der Radweg verbindet Freizeit und Erholung in der Natur mit der Lokalgeschichte des Mathias Kneißl, der hier gelebt hat.