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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Tuesday, 26. January 2021 · 13:27 Uhr
 
 
 

Aktuelle Corona Lage zu Hl. Drei König

1.400 Personen im Landkreis geimpft/Start der individuellen Impfungen für berechtigte Personen ab 11. Januar

Aktuelle Infos und Zahlen findet man unter www.landratsamt-dachau.de. (Foto: LA Dachau)

Bisher haben im Landkreis Dachau bereits 1.400 Personen die Coronaschutzimpfung erhalten. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Personen, welche nach der Coronaimpfverordnung (CoronaimpfV) des Bundes einen Anspruch auf Schutzimpfung mit höchster Priorität (§ 2 CoronaimpfV) haben. Ab Donnerstag, den 7. Januar konnten sich alle mit höchster Priorität (§ 2 CoronaimpfV) zu berücksichtigenden Personen an die beiden Impfzentren zur Vereinbarung eines individuellen Impftermins wenden. Eine Terminvereinbarung ist sowohl telefonisch – unter der bundesweit einheitlichen Nummer 116117 - wie auch über das Internet möglich. Auch die niedergelassenen Ärzte können Patienten entsprechend den verbindlichen Vorgaben in der CoronaimpfV melden.

Das Landratsamt bittet um Verständnis, dass aktuell lediglich Personen mit höchster Priorität geimpft werden können und Impfberechtigungen weder »weitergegeben« (zum Beispiel vom 86-jährigen Opa an den 30-jährigen Enkel) werden, noch individuelle Ausnahmen (zum Beispiel chronisch Erkrankte, welche nicht von § 2 CoronaimpfV erfasst sind) gemacht werden können. »Gerade solange die Impfmöglichkeiten beschränkt sind, müssen und werden wir uns – bei allem Verständnis für individuelle Wünsche und Begründungen - strikt an die rechtlichen Vorgaben halten«, stellt der ärztliche Leiter der Impfzentren, Dr. Christian Günzel klar. »Außerdem bitten wir um Verständnis, dass wir auf Grundlage des uns täglich zur Verfügung stehenden Impfstoffs nur eine beschränkte Anzahl an Impfterminen vergeben und diese - auch aufgrund der komplexen Lager- und Transportbedingungen - nur für wenige Tage im Voraus vereinbaren werden können«.

Das Landratsamt geht aktuell davon aus, dass – neben den ab 17. Januar startenden notwendigen Zweitimpfungen mindestens 600 Personen pro Woche (erst)geimpft werden können. »Wir hoffen zwar, dass sich die Zuweisung an Impfdosen in den kommenden Wochen erhöhen wird«, sagt Landrat Stefan Löwl, »sind hier aber von den vom Bund an Bayern und dann weiter an unsere Impfzentren im Landkreis zugewiesenen Impfdosen abhängig«. Das Landratsamt rechnet im Landkreis Dachau mit zirka 12.000 impfberechtigten Personen in der Gruppe mit höchster Priorität. »Bei einer erwarteten Impfbereitschaft zu Beginn von durchschnittlich zirka 30 bis 40 Prozent kommen wir somit auf 4.000 bis 5.000 Personen«, kalkuliert Landrat Löwl. »Dies bedeutet, dass wir bei gleichbleibenden Impfstoffzuweisungen voraussichtlich ab Mitte/Ende Februar 2021 erst Personen aus der nächsten Gruppe, also Personen mit »hoher Priorität« gem. § 3 CoronaimpfV, die Impfung anbieten können«.

Sollten zusätzliche Impfdosen zugewiesen werden, können in den Impfzentren sowie mit den mobilen Teams bis zu 1.000 Impfungen am Tag (also maximal 500 Erstimpfungen) durchgeführt werden; in der kommenden Woche sind täglich 200 bis 300 Impfungen/Tag geplant.

Aktuelle Informationen und Kontaktnummern sind unter www.landratsamt-dachau.de/impfen sowie auf den Internet-Seiten der beiden Impfzentren unter www.impfzentrum-dachau.de oder www.impfzentrum-karlsfeld.de abrufbar. Das Landratsamt bittet darum, die Telefonleitungen für die berechtigten Personengruppen freizuhalten. Für allgemeine Informationen – auch zur Impfplanung im Landkreis Dachau – steht das Bürgertelefon unter 08131-74 250 zu den veröffentlichen Zeiten (www.landratsamt-dachau.de/coronavirus) zur Verfügung.

Zum Ferienende wird es nochmals die vom Landratsamt und BRK organisierten dezentralen Schnelltestmöglichkeiten für Besucher von Bewohnern von Alten-, Pflege- bzw. Behinderteneinrichtungen geben: Freitag 08.01.2021 15-17 Uhr in Markt Indersdorf: Grund- und Mittelschule 15-17 Uhr in Dachau: Adolf-Hölzl-Haus in Dachau-Ost

Samstag 09.01.2021 10-12 Uhr in Markt Indersdorf: Grund- und Mittelschule 10-12 Uhr in Dachau: Adolf-Hölzl-Haus in Dachau-Ost

Außerdem steht das Bayerische Testzentrum in Markt Indersdorf natürlich weiterhin zu den bekannten Öffnungszeiten zur Verfügung (www.landratsamt-dachau.de/gesundheit-veterinaerwesen-sicherheitsrecht/gesundheit/coronavirus/testzentrum/).

Melde- und Testpflichten

In diesem Zusammenhang erinnert das Landratsamt Dachau auch nochmals an die neuen Melde- und Testpflichten bei Aufenthalten in sogenannten Risikogebieten. Neben der allgemeinen Quarantänepflicht aufgrund der seit 5. November geltenden Einreisequarantäneverordnung (www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayEQV/true?AspxAutoDetectCookieSupport=1) sind alle Rückkehrer aus Risikogebieten – unabhängig von der Aufenthaltsdauer – durch eine Allgemeinverfügung vom 22. Dezember 2020 verpflichtet, dem Landratsamt/CTT spätestens 72 Stunden nach Einreise aus einem Risikogebiet (Zum Beispiel auch Österreich und unabhängig von der Aufenthaltsdauer, also auch bei Tagesausflügen) ein aktuelles Testergebnis mitzuteilen. Das Testergebnis muss entweder bereits bei Einreise nach Bayern vorliegen (darf jedoch nicht älter als 48 Stunden sein) oder der Test muss binnen 48 Stunden nach Einreise erfolgen. Dies gilt unabhängig von den Quarantäne- und Testbestimmungen der EQV.

Das Landratsamt Dachau weist auch darauf hin, dass diese Tests nicht kostenlos sind und von den Reiserückkehrern bezahlt werden müssen. »Diese gegebenenfalls nicht unerheblichen Kosten von zirka 150 Euro pro Person sollten bei einer Reise oder auch nur einem eintägigen Besuch in einem Risikogebiet (unter anderem ganz Österreich) mit eingeplant werden«, rät Katharina Gall, stellvertretende Mediensprecherin des Landratsamts. »Wir bekommen täglich Mitteilungen der Grenzpolizei über festgestellte beziehungsweise von der Schleierfahndung erfasste Reiserückkehrer und sind verpflichtet, bei Nichteinhaltung der Quarantäne- und Testbestimmungen ein Ordnungswidrigkeitenverfahren einzuleiten«.

Corona-Ausbruch Krankenhaus Indersdorf

Der Corona-Ausbruch im Krankenhaus Indersdorf konnte eingedämmt werden. Insgesamt sind bei dem Ausbruch somit 13 Patienten sowie elf Mitarbeiter (acht Pflegekräfte, ein Therapeut, zwei Ärzte) positiv getestet worden. Elf Patienten wurden auf die Corona-Station ins Klinikum Dachau verlegt, zwei Patientin in die Heimatkrankenhäuser nach Herrsching und Fürstenfeldbruck; die positiv getesteten Mitarbeiter befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Der zur Sicherheit veranlasste Aufnahmestopp im Klinik in Markt Indersdorf bleibt bis mindestens 10. Januar bestehen.

Auslastung der Covid-Station in Dachau

Auf der sogenannten Covid-Station im Klinikum Dachau liegen aktuell 30 Patienten (davon 29 sicher positiv, ein Verdachtsfall), hier stehen noch 22 freie Betten für Covid-19-Patienten zur Verfügung. Auf der Intensivstation sind aktuell alle (zwölf) regulären Betten belegt, ebenso ist die IMC-Station mit 18 Patienten voll belegt. Von diesen 30 Patienten sind insgesamt elf Covid-Patienten, acht davon beatmet. Im Notfall stünden noch zwei (außerplanmäßige) Intensivplätze zur Verfügung. »Das Krankenhaus ist aktuell zu 100 Prozent ausgelastet,« bestätigt der ärztliche Leiter der Notaufnahme Alexander von Freyburg«. Die Verlängerung und Verschärfung, aber auch die Einhaltung der Coronaschutzmaßnahmen und Beschränkungen ist aus medizinischer Sicht daher trotz sinkender Inzidenz wichtig«.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis Dachau laut RKI am 6. Januar bei 93,0 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage. Aktuell sind im Landkreis 296 Personen infiziert, 388 befinden sich in Quarantäne. Leider sind mit und an der Infektion 91 Personen verstorben. Die angekündigten Neuregelungen wurden am 6. Januar im Bayerischen Kabinett beschlossen und sollen am Freitag im Bayerischen Landtag debattiert werden. Das Landratsamt rechnet damit, dass die – dann wohl zwölfte – Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) am Wochenende veröffentlicht wird.