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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Saturday, 22. February 2020 · 08:26 Uhr
 
 
 

Bewegende Gedenkfeier für Dr. Lorenz Reitmeier

Im Rathaus ehrten viele »einen der größten Söhne und Vater der Stadt«

Oberbürgermeister Florian Hartmann ehrte den verstorbenen Alt-OB bei der Gedenkfeier. (Foto: Dachau)

»Am 21. Januar hat Dachau mit Dr. Lorenz Reitmeier zugleich einen seiner größten Söhne und seinen größten Vater verloren. Die Stadt Dachau wird ihrem Altoberbürgermeister ein ehrendes Andenken bewahren. Dr. Lorenz Reitmeiers Name und sein Lebenswerk werden unvergessen bleiben und in die Geschichte der Stadt eingehen«, so Oberbürgermeister Florian Hartmann letzten Dienstag in einer bewegenden Gedenkfeier, zu der neben der Familie auch viele Gäste aus Politik, Wirtschaft und Ehrenamt gekommen waren.

Der amtierende OB ließ das Leben und die Leistungen von Dr. Lorenz Reitmeier noch einmal Revue passieren, gedachte seinen Verdiensten um Kultur, Ehrenamt, sozialen Wohnungsbau, die Städtepartnerschaft mit Klagenfurt und Dachauer Stadtentwicklung. Aber auch eine bekannte und liebenswerte »Schwäche« kam zur Sprache. So war er angeblich zu keiner der rund 12.000 Vereinsveranstaltungen, die er während seiner Amtszeit besuchte, pünktlich erschienen. In seiner Abschiedsrede 1996 gab Reitmeier unumwunden zu: »Ich habe es einfach nicht geschafft, immer rechtzeitig zu kommen. Ehrlich gesagt, ich bin eigentlich nie rechtzeitig gekommen. Da half es auch nichts, dass ich meine Uhr seit Jahrzehnten immer um zehn Minuten vorausstellte. Im Bewusstsein dieser Vorausstellung kam ich dann doch zu spät«.

Am Ende bedankte sich OB Florian Hartmann beim Trio Coll´A´Parte mit Stefan Schneider, Hans Ernst und Hans Blume für die würdevolle musikalische Umrahmung der Gedenkfeier und bei Frau Reitmeier und der Familie Reitmeier für ihr Kommen. »Es war uns wichtig, Dr. Lorenz Reitmeier mit dieser Gedenkveranstaltung noch einmal öffentlich zu würdigen. Ich kann Ihnen versichern, dass wir ihn in guter Erinnerung behalten werden. Und ich bin mir sicher, dies wird jeder hier tun«, so die Schlussworte.