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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Tuesday, 29. September 2020 · 03:57 Uhr
 
 
 

Helios Amper-Klinikum ist gerüstet

Bereit für die Aufnahme weiterer Corona-Patienten

Gruß vom Team der Intensivstation des Helios Amper-Klinikums Dachau: »Bitte bleibt Ihr für uns daheim – wir bleiben für Euch da«. (Foto: Helios)

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung und weiteren Ausbreitung des Corona-Virus bereitet sich das Helios Amper-Klinikum Dachau mit verschiedenen Maßnahmen auf eine erhöhte Aufnahme von Corona-Virus-Verdachtsfällen und Patienten mit Covid-19-Erkrankung vor. Gemäß der Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege werden vorerst bis 15. Mai alle planbaren Operationen und Behandlungen zurückgestellt. »Damit wollen wir möglichst umfangreiche Kapazitäten für die Versorgung von Covid-19-Patienten zur Verfügung stellen«, erklärt Klinikgeschäftsführer Gerd Koslowski. »Die Behandlung von Notfällen läuft weiter«.

Das Robert Koch-Institut und das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit befürchten eine extrem schnelle weitere Verbreitung des Corona-Virus Sars-CoV-2. Deshalb werden die Amper-Kliniken weiterhin alle geeigneten Maßnahmen ergreifen, um Kapazitäten für akut erkrankte Corona-Patienten vorzuhalten.

Isolierstation mit 28 Zimmern

»Wir haben die komplette Station C1-01 zu einer Isolierstation nur für Covid-19-Patienten beziehungsweise entsprechende Verdachtsfälle umfunktioniert«, sagt Klinikgeschäftsführer Koslowski. »Insgesamt stehen uns damit jetzt auf der C1-01 28 Isolationszimmer und bis zu 67 Betten zur Verfügung«. Diese Patienten werden im Rahmen der durch das Robert Koch-Institut empfohlenen Abklärung schutzisoliert. Die nicht zu isolierenden Patienten auf der C1-01 wurden entsprechend auf andere Stationen verlegt. »Die Verlegung der Patienten und die Umrüstung zur kompletten Isolierstation haben in Absprache mit unserem Pflegeteam sehr schnell und reibungslos funktioniert«, berichtet Pflegedirektorin Gesa Breckweg. Sie freut sich über die große Solidarität und Hilfsbereitschaft der Beschäftigten in beiden Kliniken: »Einige Mitarbeiter sind bereits von ihrem geplanten Urlaub zurückgetreten, andere bieten ihren flexiblen Einsatz je nach Bedarf an. Ich bin sehr stolz auf unsere Kolleginnen und Kollegen und möchte mich bei allen Beteiligten für ihren großen Einsatz in dieser herausfordernden Zeit bedanken«.

Derzeit werden die Pflegekräfte für mögliche kommende Aufgaben vorbereitet. »Aktuell werden Pflegekräfte aus der Anästhesie für einen Einsatz in der Notaufnahme oder auf der Intensivstation geschult«, so Pflegedirektorin Breckweg. »Die Mitarbeiter in der OP-Pflege werden, soweit es der OP-Plan zulässt, auf den Stationen im Bettenhaus eingearbeitet. Unsere Stationsleitungen stehen im ständigen Austausch und legen fest, welche Expertise von welchem Kollegen im Notfall auf welcher Station am besten eingesetzt wird«.