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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Monday, 13. July 2020 · 10:50 Uhr
 
 
 

Rundgang zum Weltfrauentag

SPD will Ausstellung über Dachauer Malweiber

Gästeführerin Nina Schiffner suchte mit OB Florian Hartmann und zahlreichen Interessierten nach den Spuren der »Dachauer Malweiber«. (Foto: SPD)

Anlässlich des Weltfrauentags veranstaltete die Dachauer SPD gemeinsam mit Oberbürgermeister Florian Hartmann einen rund zweistündigen Rundgang auf den Spuren der Dachauer Malerinnen. Gästeführerin Nina Schiffner, Gründerin der Dachauer MALWEIBER (einer patentrechtlich geschützten Marke), informierte kurzweilig, kompetent und spannungsreich über die Situation von Malerinnen in der Zeit der Künstlerkolonie Dachau.

Nach einem kurzen Rückblick über die Geschichte des Frauenwahlrechts und der Frauenrechte führte der Rundgang auf den Spuren des neuen Dachauer Künstlerwegs. Schiffner nahm die zahlreichen Teilnehmerinnen und einige Teilnehmer dabei mit auf eine Zeitreise in das Dachau am Ende des 19. Jahrhunderts. Dachauer Künstlerinnen der Jahrhundertwende, so Nina Schiffner, sind zwar im Depot der Dachauer Gemäldegalerie anzutreffen, werden aber oft nicht ausgestellt. In der Geschichte der sogenannten »Dachauer Schule« sind sie nicht so präsent, wie es ihrem Schaffen entspricht. In den Malakademien des 19. Jahrhunderts waren vielfach Frauen vertreten, auch weil ihnen der Zugang zur akademischen Bildung noch verwehrt war.

Um diese Künstlerinnen stärker ins Bewusstsein zu rücken, wird die Dachauer SPD einen Antrag im Kulturausschuss für eine Ausstellung über Frauen in der Dachauer Kunst und über die Werke und Lebensgeschichten der »Dachauer Malweiber« stellen. Dadurch werden neue Blickwinkel auf das Leben dieser Frauen entstehen, für die beispielhaft die Namen Paula Wimmer, Aranka Wirsching, Emmi Lenbach und Maria Langer-Schöller zu nennen sind.